Donnerstag, 13. November 2008

Rundlauf in Westwood

Gestern um 15.30 wollte ich endlich etwas von der Sagenhaften Stadt Los Angeles entdecken also entschloss ich mich mich mal in der näheren Umgebung meiner Schule nach schönen Plätzen umzusehen. Zusammen mit einem Kollegen gings auf dem Westwood Bvld. bis zur Kreuzung Westwood-Santa Monica Bvld. und zurück Richting Sepulveda. Es ist eine riesige Gegend und wir benötigten fast 2 Stunden um die Strecke zu Fuss zu bewältigen. Das eindrucksvollste war aber der Teil mit den Hochhäusern in der Westwood Area. Endlich konnte ich mal ein paar schöne Seiten von Los Angeles endtecken. Bis jetzt kannte ich ja nur die Gegend von Culver City und die ist leider nicht wirklich beeindruckend.
Seit Montag war ich zudem auf der Suche nach einem Mehrfahrten Busticket. Normalerweise kann man an jeder Busstation (Central Bus Ticket Station) Einen EZ-Pass kaufen dieser ist zu vergleichen mit unserem Schweizer GA (Behale einmal, fahre vielmal Prinzip welches sich bei mir immer bewährt hat. ;-) ) Doch leider ist dieses Ticket immer nur für einen Monat gültig und da wir schon fast mitte November haben sind diese begerten Busfahrscheine fast überall "sold out". Am Montag versuchte ich's im oben genanten Central Ticket Office an ein Billet zu kommen da ich aber das Office erst um 4.14PM erreichte und dieses um 4PM schliesst war ich zu spät. Am Dienstag in der Lunch-Break versuchte ich es auf neue, man muss bedenken dieses Office befindet sich auf dem Gelände des UCLA Campuses und man benötigt von der Schule aus immerhin mindestens 20 Minuten zu Fuss. Aber auch diese Hürde nehme ich gelassen, denn ich habe fast keine Quarters (25 Cent Stücke) mehr. Diese benötigt man um das Busticket im Bus zu bezahen. Sie akzeptieren auch 1 Dollar Scheine jedoch bekommt man kein Rückgeld. Also landete ich am Dienstag wieder bei diesem Center. Es hatte wieder Geschlossen weil "Veterans day" war. Also führte mich mein Weg zu Ralph Grocery Store mir wurde erzählt, dass ich vielleicht dort die Chance hätte einen EZ-Pass zu ergattern. Aber auch hier hiess es "Sorry we're allready sold out" Der Verkäufer wusste auch nichts über ändliche Angebote. Frustriert verliess ich den Laden und machte mich auf die Suche nach einer Bank um mir ein paar Dollar in Quarters umzuwandeln. Doch wie es sich nicht anders erahnen lässt hatten auch alle Banken und Post Offices wegen dieses Feiertages geschlossen nur ich hatte wiedermal den ganzen Tag Schule. Als ich gegen 6PM endlich zuhause ankam, erzählte ich die ganze Ticketstory meiner Gastmutter sie sagte mir sie wolle in der City Hall nachfragen gehen ob es nicht doch eine alternative zum ewigen Kleingeldschleppen gebe.
Seit Mittwoch Abend bin ich nun stolzer Besitzer eine TAP Card diese ist mit den alten Punktekarten der Schweizer Skilifte vergleichbar man kann einen Betrag aufladen und die Karte dann als Zahlungsmittel im Bus benutzen. Endlich ein Schritt zu mehr unabhängigkeit in Los Angeles, jedoch hoffe ich trotzdem, dass ich für Dezember einen EZ-Pass bekomme.
Heute Abend war nun Bowlen in Santa Monica angesagt die Schule hatte das ganze geplant und es war ein gemütlicher Abend. Ich hoffe es ist mir möglich am Wochenende irgendwo einen W-Lan Router aufzutreiben. Meine Familie besitzt mur einen DSL Anschluss mit Kabel und so habe ich kein Zugriff auf das Internet von meinem Zimmer aus. Immer wenn ich ins Internet will muss ich dieses verfluchte Kabel einstecken... Wo leben wir denn hier? Nun habe ich meiner Gastfamilie vorgeschlagen, dass ich ihnen eine W-LAN istallation mache. Damit ich endlich auch Skype nutzen kann.

Rundlauf in Westwood

Dienstag, 11. November 2008

Zürich - New York - Los Angeles

Der Flug nach LA ging von Zürich nach New York und dann nach Los Angeles. Ich hatte zuerst noch Angst dass ich den Flug in NY verpassen könnte aber da das Wetter in New York sehr schlecht war, hatte mein Weiterflug nach Los Angeles über 2 Stunden Verspätung und es hat alles wunderbar geklappt. In Los Angeles wurde ich dann von einem Mitarbeiter der Schule abgeholt. Ich musste schnell merken, dass alles ist ein bisschen grösser ist hier! Den Mazda, mit dem ich zum Haus meiner Familie gefahren wurde habe ich noch nie gesehen das Ding war riesig. Ich konnte meine Beine auf dem Beifahrersitz voll ausstrecken und es hatte immer noch viel Platz übrig obwohl es nur eine einfache Limousine war.

Flug und New York

Freitag, 7. November 2008

Abschied in Murten

In diesem Album seht ihr ein paar Bilder vom Abschied in Murten bitte auf das Bild klicken damit sich das Album öffnet.

Abschied in der Schweiz

Freitag, 10. Oktober 2008

35km Marsch und ZERO laufen, das leben wie es sein sollte.

Nun bestreite ich schon mehr oder weniger erfolgreich die 15. Woche für andere wäre das bereits die letzte RS-Woche doch für mich steht nochmals eine harte Probe auf dem Spiel. Der letzte grosse Marsch steht auf dem Programm doch leider habe ich Probleme mit meinem rechten Knie. Das bedeutet schell einen Termin beim Arzt vereinbaren um mein defektes Knie zu zeigen. Diagnose: "Auso d Krüzbänder sis nid u dr Miniskus isch o no ganz!" Mit ere grosse erliechterig u neme schöne Schonverband verlani d Chrankestation. A ja d Dispänzcharte hani natürlech ou mitgno ;-). Mein Blankocheck für keine Blasen und keine Rückenschmerzen.
Nun heute Abend habe ich eine der besten Aufgaben dieser RS. Ich bin für das sperren grosser Hauptstrassen wärend der Überquerung durch den Marschtrupp verantwortlich. Als alle versammelt werden, werde ich tatsächlich mit den Dispensierten abdetachiert und bekomme meinen eigenen Opel Vivaro und eine Landkarte mit den Zielpunkten für die Sperrung. Ich starte den Motor und zusammen mit einem Kollegen fahre ich los. Es ist Traumhaft wir sind den ganzen Abend fürs sperren der Strasse zuständig und weit und breit kein Vorgesetzter ist das nicht traumhaft? Eben das leben wie es sein sollte! Zumindest im Militär gibt man sich mit wenig zufrieden. Als der Abend überstanden ist und wir viele der Wegkreuzugen an denen wir Sperren errichten sollten nur durch das GPS im iPhone finden konnten ist etwa Morgens um 3 und es folgt der wohlverdiente Schlaf. Bereits am nächsten Morgen hört man aus allen Zimmern ein gejammer nur mir geht es bestens ;-) in das verlängerte Wochenende vom Freitag mittag an.

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Visa Interview

Heute stand mir ein weiterer Schritt in Richtung Amerika bevor. Ich habe der Amerikanischen Botschaft in Bern einen Besuch abgestattet. Was hier so einfach in einem Satz beschrieben wird ist durchaus nicht so einfach zu meistern. Da ich in Kalifornien einen Kurs mit einer bestimmten Lektionenzahl besuche muss ich zwingend ein Studentenvisum haben. Um dieses endgültig zu beantragen, muss ich nun diesen Botschaftsbesuch absolvieren. Im Vorfeld habe ich bereits diverse Formular über meinen Aufenthalt ausgefüllt. Das grösste Problem war jedoch nicht das ausfüllen dieser Formulare sondern den Tag Urlaub im Militär zu bekommen dafür musste extra eine Bestätigung von Boalingua her welche ich netterweise sofort ins Militär gesendet bekam.
Am grossen Tag also heute Morgen bestätigte sich wieder einmal die "bombastische" Organisation unseres Heeres. Ich stand um Punkt 6:10 vor dem Büro unseres Feldweibels um mir meinen verdienten Urlaubspass abzuholen. Jedoch herrschte in dem Büro gähnende leere und beim Nachfragen bei der Telefonwache, das wohl sinnloseste was es gibt im Zeitalter der Handys, vernahm ich das der Feldi niemals vor halb Sieben zu finden sei. Nach 10 Minuten fand ich endlich jemanden, der mir meinen Urlaubspass und damit den Weg in einen Tag ohne Militär geben konnte. Nun aber schell ab und zum Bahnhof. Den Bus sehe ich gerade noch um die Ecke biegen. Also doch nichts gewesen mit dem schnellen Abmarsch...
Endlich in Bern angekommen warte ich am Treffpunkt auf meinen Vater und wir gehen in sein Büro endlich kann ich meine Militärklamotten abziehen - man willl ja keinen Krieg anzetteln - noch einem kurzen aber starken Kaffee und ab die Post zur Amerikanischen Botschaft. Neugierig bewundere ich den neuen Bau. "Ja das isch unverkennbar d US-Botschaft settigi uhuärä Chärrä u so viu Polizei wo vorusse steit" Nun hier geht mein Weg alleine weiter etwas mulmig ist mir schon aber die neugierde und das ungewisse treibt mich vorwärts. Mittlerweile ist es fast 8:30 und vor der Botschaft hat sich eine kleine Schlange gebildet ich stelle mich an.
Die Türe vor welcher ich warte geht auf und ich sehe das Schild aller Schilder dieses Tages ein Schild mit mindestens 20 Verbotstafel. Eines davon stand natürlich auch für Mobiltelefone. Also Papi anrufen, der mittlerweile bereits unterwegs ins Büro zurück ist und ihm mein geliebtes iPhone abgeben. Nun bin ich der letzte in der wartenden Kolone und darf in den ersten Raum eintreten. Es ist die Sicherheitskontrolle, nach dem durchlaufen des Metalldetektors geht mein weg weiter ich komme in einen Vorgarten und zu einem nächsten Raum in diesem befindet sich wieder eine Sicherheitskontrolle diesmal aber die der Amerikaner. Als auch diese Hürde geschafft ist. Komme ich endlich dazu meine mitgebrachten Formulare abzugeben. Nun heisst es warten bis man aufgerufen wird. Ich studiere die Menschen um mich in diesem Warteraum. Diese kann man in zwei Gruppen einteilen. Die Studenten und die Manager ich bin verblüfft wie viele Leute in meinem alter sich ein Visum besorgen und merke schnell Amerika ist immer noch eine Traumdestination. Als ich endlich aufgerufen werde erklärt mir der Angestellte: "It's all okey, we send you the Visa on Friday" verdattert Antworte ich "Thank you! Au Revoir" *Shit das isch wohl die falschi sprach gsy! Ich war ganz erschrocken, denn im Internet habe ich gelesen, dass mit jedem "Visa-Konsument" ein einzelnes Interview geführt wird. Nun heisst es den Rückzug anzutreten. Um kurz nach 9:30 habe ich wieder Schweizer Boden unter den Füssen. Nun ist es Zeit für einen Kaffee...

Sonntag, 6. Juli 2008

Es ist offiziell!

Endlich ist es soweit ich darf mich nun endlich Elektroniker nennen ich habe den eidgenössischen Fachausweis mit der Endnote 4.8 erlangt mit diesem Resultat bin ich mehr als zufrieden! Besondern dank möchte ich allen aussprechen die mir dafür zur Seite gestanden sind vorallem meiner SVA Gruppe mit welcher ich die 50 Seitige Dokumentation über die Mentale Energie erstellt habe! Welche mir die Teilnote 5.5 in diesem Fach ermöglichte! *Yes!

Samstag, 5. Juli 2008

Der Krieg hat begonnen...

...zumindestens mein ganz persönlicher! Ich befinde mich momentan im "grünen Ferienlager" ...nein nicht im Pfadilager sondern im "Verein für eine sichere Schweiz" in der Rekrutenschule in Thun! Vielleicht ist das Wort Verein aber ganz falsch gewählt, da man aus einem Verein austreten kann im Militär geht dies jedoch nicht! Dieses Problem ist für mich momentan wohl das grösste Problem und der grösste Krieg!

Bereits vor einem Jahr habe ich gewusst, dass ich mich irgendwann der Verteidignung des Landes stellen muss nun ist es soweit und nach anfäglichem Ärger habe ich mich nun vor Beginn der RS damit abgefunden. "Hey ich komme zu den Gerätemechanikern das wird nicht so streng!" Zu diesem Entschluss kam ich, weil viele meiner ehemaligen Arbeitskollegen auch bei den Gerätemechanikern in Lyss stationiert waren. Aber alles sollte ganz anders kommen wie ich später merkte...

An diesem Verhängnisvollen 30.Juni 2008 hiess es dann einrücken in die Kaserne Thun, dies wusste ich bereits, machte mir aber nicht gross sorgen, denn im Wegleitungsbrief zur RS hatte ich erfahren, dass nur die Motormechaniker und Waffenmechaniker in Thun bleiben die Gerätemechaniker sollten auf Lyss verschoben werden. Vielleicht ist hier noch kurz anzumerken, das Lyss von Murten aus nur ca. 30 Autominuten entfernt ist und Thun etwa eine Stunde... In Thun angekommen wurde ich zuerst einmal zurückgestellt, da ich zu früh eingerückt war. Da ich bis zu diesem Zeitpunkt keine definitive Bestätigung meiner bestandenen Lehrabschlussprüfung erhalten habe rückte ich um 10 Uhr ein. In Thun wurde mir dann mitgeteilt: "Weme nid weis öbme d Lehrabschlussprüefig bestande het hetmese bestande!" Also konnte ich mein Gepäck wieder aufnehmen und in die Stadt fahren...

Um 13.30 versuchte ich es zum zweiten mal und ich wurde leider durchgelassen von nun an sollte eine Odysee an unmöglichem und uninteressantem folgen. Bereits der erste Tag brachte mir die Erkenntnis "Verdammt ich bin im Falschen Film" oder wie RTL es formulieren würde "Ich bin ein Star holt mich hier raus!" Erstmals in meinem Leben konnte ich herausfinden wie verdammt lange so eine Woche sein kann! Wenn man um 5.30 Aufsteht und um 23.30 wieder schlafen geht dann ist der Tag schon verflucht lange und man kann so viele uninteressante sachen machen das hätte ich vorher nie geglaubt! Mittlerweile wurde mir auch klar, dass ich keine Chance hatte nach Lyss verschoben zu werden, denn am ersten Gespräch mit dem Zugführer (Mein Chef 2 Jahre jünger als ich) hatte ich erfahren, dass ich meine ganze Ausbildung in Thun absolvieren werde. Nun bin ich mit 4 Kollegen in Thun, wir kommen uns vor wie im falschen Film überall wird über neue Motoren diskutiert... "Weisch vor dr RS hani no das Getribe gwächslet" ...irgendwie bin ich wohl ein exot hier!